Nordzypern - Die Alternative
HomeZyperns GeschichteKaraman (Karmi)Girne (Kerynia)A-ZFAQZypern aktuell
FAQ

 Fragen und Antworten

 

 
Ist Nordzypern nach der türkischen Besetzung nicht unzugängliches Gebiet? Patroullieren nicht überall Soldaten?

Seit der Grenzöffnung im April 2003 ist die neue Bewegungsfreiheit für die griechischen wie für die türkischen Zyprer längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Natürlich darf sich auch jeder Urlauber auf der gesamten Insel frei bewegen.

Allerdings wird von griechischen Interessensgruppen bis heute propagiert, Nordzypern sei unzugängliches Gebiet und bestünde überwiegend aus militärischen Sperrgebieten. Solche Abschreckungsszenarien und andere Störmanöver torpedieren natürlich die Entwicklung des Tourismus im Norden.

Tatsächlich ist eine nicht unbeträchtliche Anzahl türkischer Soldaten (nach eigenen Angaben zum Schutz ihrer Volksgruppe) auf der Insel stationiert. Es gibt aber auch nach wie vor britische Militärbasen auf Zypern sowie die UN-Friedenstruppe. Im alltäglichen Leben sieht man überhaupt keine Soldaten, es sei denn in unmittelbaren Grenzbereichen wie dem Übergang Ledra Palace oder an der Greenline in der Hauptstadt Nikosia (Lefkosa).

Fehlt auf Nordzypern nicht jegliche Infrastruktur? Gibt es überhaupt Restaurants usw.?

Fakt ist, dass es inzwischen nichts gibt, was es nicht gibt (s. Zypern aktuell), alles ist in ausreichender Anzahl vorhanden, auch Handys und Internet-Cafés, Spielcasinos und Diskotheken.

Gibt es keine Alternativen zu den umständlichen Flügen mit Zwischenlandung in der Türkei?

Tatsächlich verlangen Flüge z.B. mit Turkish Airlines wegen der politischen Nichtanerkennung Nordzyperns umständliche Zwischenstopps mit Wartezeiten in Istanbul.

Durch die Öffnung der Grenzen sind inzwischen Direktflüge nach Larnaca (z.B. Condor, Lufthansa) mit anschließendem Transfer in den Norden möglich; Abholung durch ein etabliertes Unternehmen oder aber durch Peter Füchsel, der einem auf berlinerisch das Neueste vom Tage erzählt.

Warum kommt es nicht zur Wiedervereinigung?

Vorwiegend politische Interessen führten zur Eskalation zwischen den eigentlich friedlich nebeneinander koexistierenden griechischen und türkischen Zyprioten und führten letztlich zur Teilung der Insel. Nach der Intervention 1974 durch die Türkei gehören 37% der Insel zum Norden bei einem Bevölkerungsanteil der türkischen Zyprer von 18%.

Der Süden verlangt den Rückzug des türkischen Militärs, die Rückgabe des verlorenen Eigentums sowie den Wegzug der nach 1974 angesiedelten Anatolier in ihre Heimat. Die Zugeständnisse im Falle der Wiedervereinigung auf Basis des sog. "Annan-Planes" gingen den griechischen Zyprern nicht weit genug, sie votierten beim Referendum im Jahr 2004 mehrheitlich mit "Nein".

Der Norden befürwortet ein Zypern mit zwei Bundesstaaten und sieht dadurch die Interessen der türkisch sprechenden Minderheit gewahrt; dies beinhaltet geringe territoriale Zugeständnisse bei ansonsten Beibehaltung des Status Quo bei den Eigentumsfragen. Die türkischen Zyprer sehen die Wiedervereinigung und damit ein Ende der Isolation als einzige Möglichkeit zu einem wirtschaftlichen Aufschwung und votierten beim Volksentscheid mehrheitlich mit "Ja".

Nach dem Scheitern des Referendums sind die politischen Fronten wieder verhärtet, konkrete Verhandlungen bezüglich der Wiedervereinigung werden nur halbherzig geführt. Nach Öffnung der Grenzen 2003 normalisiert sich das Verhältnis der griechischen und türkischen Zyprer zusehends. Immer mehr griechische Zyprer verzichten gegen Entschädigung auf ihre früheren Grundstücke.

Weitere Informationen über Zypern s. http://de.wikipedia.org/wiki/Zypern